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Hintergrund

 
 

In 20 Minuten strahlt die Sonne soviel Energie auf die Erde, wie die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr verbraucht. Voraussichtlich scheint die Sonne noch 4,5 Mrd. Jahre! Die Vorräte an Kohle, Öl und Gas, ebenso wie an Uran, werden hingegen im Laufe dieses Jahrhunderts weitgehend erschöpft sein. Sollen diese wertvollen Ressourcen auch den nachfolgenden Generationen noch in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, müssen wir unseren Energiebedarf zukünftig aus anderen Quellen decken.

Vor allem aber sind während der Industrialisierung infolge der Verschwendung fossiler Energieträger viele Milliarden Tonnen des klimaschädlichen Treib­hausgas 2 freigesetzt worden. Derzeit wird weltweit durch das Verbrennen von Öl, Gas und Kohle an einem Tag soviel CO 2 in die Atmosphäre abgege-ben, wie ihr zuvor im Laufe von 500.000 Tagen entzogen worden ist. Der daraus resultierende Klimawandel ist bereits in vollem Gange. Er muss jedoch laut Weltklimarat (IPCC) der UN nicht in eine Klimakatastrophe münden. Noch kann das Schlimmste u. a. durch den sofortigen, radikalen Umbau unserer Energieversorgung abgewendet werden.

In Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse und Erdwärme, den so genannten Erneuerbaren Energien, steckt ein nahezu unerschöpfliches Ener­giepotenzial. Im Verbund genutzt könnten sie unseren Energiebedarf zukünftig zu 100% decken und zugleich klimaschädliche Umweltbelastungen bei der Energieerzeugung auf ein Minimum reduzieren. Zudem würden so wertvolle Ressourcen geschont werden. Nur diese Form der Energiegewinnung ist zukunftsfähig, denn nur der Einsatz regenerativer Energien ist tatsächlich nachhaltig.

Bereits jetzt werden dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 12 % des im Inland produzierten Stroms regenerativ erzeugt. Damit nimmt Deutschland weltweit eine Führungsrolle bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls ein. Das EEG verpflichtet die Energieversorger zur vorrangigen Abnahme des regenerativ erzeugten Stroms und legt zugleich für Anlagen, die „grünen“ Strom ins öffentliche Netz einspeisen, Laufzeiten und Vergütungen fest. Die Umstellung auf eine umweltschonende Stromerzeugung erhöht den Strompreis derzeit lediglich um ca. 3 %!


 
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